Was sich durch die Schwangerschaft und die Kinder veränderte

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Eltern werden ist das größte Glück der Welt und gleichzeitig die schwierigste Aufgabe, die man je bekommen hat. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und das sollte er sich ab jetzt schnell abgewöhnen. Nach der Geburt ändert sich erstmal einfach alles und man muss sich komplett umstellen und auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen, immer und immer wieder. Das ist nicht immer leicht und erfordert viel Kraft und Geduld.

Ob sich nach einer Schwangerschaft und mit der Geburt was verändert? JA, definitiv!  Doch manche Veränderungen sind temporär und manche Sachen bleiben einfach ein Leben Lang verändert!

In der Schwangerschaft habe ich mir vorgestellt wie es werden würden, wenn so ein kleines Würmchen alles auf den Kopf stellt, doch was mich dann wirklich erwartete, damit habe ich nicht gerechnet.

Die ersten Wochen waren für mich die schönsten aber eben auch die schlimmsten. Auf der einen Seite ist man überglücklich endlich sein Baby kuscheln und riechen zu können, auf der anderen Seite verlässt einem die Kraft und man will eigentlich nur schlafen. Nach der Geburt gibt es keine Ruhephase um sich von der schwierigen und schmerzhaften – Ja, es tut weh! – Geburt auszuruhen. Es geht direkt los, stillen, trösten, in den schlaf wiegen, schlaflose Nächte, Arzttermine, Hebammenbesuche, Babymassage, alle wollen das neugeborne Kind begrüßen, kuscheln und sich darüber freuen wie süß es doch ist, wenn es schläft, Tatsächlich verschläft es all die Besuche, dafür wird dann Nachts Party gemacht.

An die schlaflosen Nächte und den chronischen Schlafmangel werde ich mich nie gewöhnen können. Ich oute mich hiermit: Ich bin ein Langschläfer. Ich liebe es, mich ins Bett zu schmeißen und in meine 100 Kissen zu werfen und eingekuschelt einzuschlafen. Damit ist erstmal für eine Weile Schluss, das Baby entscheidet ab jetzt, wann und wie viel geschlafen wird. „Schlaf, wenn das Baby schläft“ – Das sagen sie dir, doch das bisschen Haushalt und Mamas Hygiene muss auch erledigt werden, wenigstens ein bisschen. Ich weiß, ich weiß, man sollte sich die ersten 6 Wochen auf sich und das Baby konzentrieren und alles andere liegen lassen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Ich will mich Zuhause wohl fühlen, dazu gehört nunmal ein aufgeräumtes Haus. Es bleibt kaum Zeit für eigene Bedürfnisse und schlafen wird immer mehr zum Fremdwort. Doch es hört sich schlimmer an als es ist. Woche für Woche wird es tatsächlich besser, das Baby hat längere Schlafphasen und gewöhnt sich immer mehr an einen Rhythmus. Göttlich. Ich weiß noch wie meine beiden Jungs, das erste mal 5 Stunden am Stück geschlafen haben, einfach ein unbeschreiblich Gefühl. Mama hat Energie getankt und fühlt sich auf einmal unsterblich.

Soziale Kontakte. Tja, das ist so ein Thema. Leute kommen und gehen. Freunde die keine Kinder haben, wenden sich vielleicht ab. Irgendwie wird man uninteressant, man hat nicht mehr die selben Interessen, man gehört nicht mehr dazu. Ständig heißt es: „Du könntest dich auch mal öfter melden“. Sorry Leute, ich war froh, wenn mein Baby endlich geschlafen hat und ich Zeit hatte einen schluck Kaffee zu trinken. Ich denke da werden mir einige zustimmen. Es ist eigentlich ziemlich schade, dass so ein kleines Wesen so eine große Wirkung auf unsere Sozialen Kontakte hat. Doch das Kind trägt absolut keine Schuld, es ist unsere Kinderunfreundliche und verständnislose Gesellschaft. Nur weil ich ein Spucktuch auf meinen Schultern trage, heißt es nicht, dass ich mich nicht mehr für andere Themen interessiere. Aber irgendwie höre ich es so oft, nachdem dein Kind das Licht der Welt erblickt hat, wirst du merken wer deine Freunde sind. Früher hielt ich das als typische Elternfloskel. Jetzt bin ich selber Mama und wurde eines besseren belehrt. Aber keine Sorge, neue Freundschaften entstehen, spätestens bei der Babymassage oder dem Rückbildungskurs.

Verändert sich die Partnerschaft? JEIN! Gemeinsame Abende zu zweit auf der Couch oder ein spontaner Kinobesuch gehen jetzt nicht mehr so einfach.  Man legt den Fokus jetzt anders, man hat ein gemeinsames Kind und Verantwortung für dieses kleine Wesen.  Das Leben als Paar wird anders, aber nicht unbedingt schlechter. Es bleibt erstmal nicht viel Zeit für Zweisamkeit, die Gesprächsthemen verändern sich. Jetzt drehen sich die Gespräche vorallem ums Baby, ums Einkaufen und um die Hauarbeit. Erschöpfung und die wenigen ruhigen Momente führen dazu, dass Mama und Papa kaum Zeit haben für ungestörte Gespräche. Ein Kind verändert dich und auch die Beziehung zum Partner. Du bist Mama/Papa. Die Partnerschaft ändert sich, aber das ist garnicht schlimm, denn ich habe es eher als erwachsener und reifer empfunden. Wir sind gemeinsam an dieser großen Verantwortung gewachsen und haben uns nochmal von einer neuen Seite kennengelernt. Der ganze Alltag ändert sich, jetzt spielt halt das Kind die Hauptrolle im Leben und das ist auch gut so. Sind wir früher Samstagabend ins Kino oder Tanzen gegangen, so steht jetzt erstmal Familienprogramm auf der heimischen Couch an inklusive Kindebelustigung. Trotzdem sollte man sich ab und zu auch mal einen Kinderfreien Tag einplanen, wenn man dazu die Möglichkeit hat. So ein Kind stellt natürlich die Beziehung auf die Zerreißprobe. Die schlaflosen Nächte und das endlose Thema Baby kann manchmal ganz schön an den Nerven zerren. Gönnt euch gemeinsam eine Pause vom Familienalltag und geht zusammen aus, gönnt euch einen leckeren Kaffee zusammen, geht essen oder legt einfach mal einen Gammeltag ein, lasst euch Pizza liefern und guckt gemeinsam einen Film. Einen Tag nur Mann und Frau sein, einen Tag pause vom Alltag, einen Tag die Partnerschaft aufblühen lassen. Nehmt euch ab und zu die Zeit zu Zweit zum quatschen oder für was auch immer. Es wird euch gut tun, danach kann man wieder Energiegeladen in den Familienalltag gehen. Was ich besser finde? Die Beziehung mit oder ohne Kind? Ganz klar mit Kind. Es ist definitiv nicht einfach, doch am Ende ist man eine Familie und das ist alles was zählt. Wir können uns aufeinander verlassen und vertrauen uns unser Leben gegenseitig an.

Als Mama und Papa wird einiges auf den Kopf gestellt, doch Zuhause einsperren muss man nicht. Man kann trotzdem ins Restaurant gehen, man kann in den Urlaub fahren und Ausflüge müssen nicht ins Wasser fallen. Man muss sich halt jetzt besser organisieren und kindgerecht denken.  Trotzdem werden all diese Dinge stressiger ablaufen, doch auch daran gewöhnt man sich und sollte dein Kind beim Stadtbummel auf einmal den Aufstand proben, dann ist das so. Lasst euch bloß nicht von Blicken töten, es ist ein Kind und auch ein Kind darf mal bockig sein. Man darf nicht vergessen, dass man nicht alleine mit solchen Situationen ist. Schaut euch um, an der nächsten Ecke steht schon die nächste Mami und versucht sein Kind zu beruhigen.

FullSizeRender-22Fazit: Nach der Geburt verändert sich das Leben. Es braucht einfach Zeit, man muss sich an die neue Situation gewöhnen. Nicht nur die Eltern müssen sich umstellen, auch für das Neugeborene ist es nicht einfach. Es muss viele neue Eindrücke verarbeiten, viel lernen, das alles kann es nur von den Eltern beigebracht bekommen. Wie ich schon weiter oben sagte, vieles verändert sich temporär, z.B. der Schlafmangel, doch vieles ändert sich für das ganze Leben, man sorgt sich, egal wie alt dein „Baby“ sein wird, es wird immer dein Baby bleiben. Man lernt selber so viele neue Sachen kennen, die man ohne Kind wahrscheinlich nie erfahren hätte. Bedingungslose Liebe. Es ist eine spannende Zeit und das Abenteuer meines Lebens und dafür bin ich meinen zwei Kindern und meinem Mann unendlich Dankbar. Ich würde nicht nochmal tauschen wollen, ganz egal wie anstrengend so ein Tag mit 2 Kindern sein kann.

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. lifeislauren sagt:

    Eins muss man sagen ; deine Kinder sind zauberhaft süß!😍😍 xxx,Lauren

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    1. fluesterzeug sagt:

      Vielen, lieben Dank, Lauren 🙂 xo

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