5 Jahre Mutter – Ich ziehe Bilanz!

Ich bin Mama seit fast 5 Jahren,  ich kann es manchmal selbst kaum glauben, doch die Zeit vergeht im nu. Im Juni wird B, der große Bruder, 5 Jahre alt und P, der kleine ist 5 Monate. Es ist total faszinierend jeden Tag mitanzusehen, wie Kinder sich entwickeln. Meine Jungs zaubern mir jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht, und machen mich zur glücklichsten Mama der Welt. Selbstverständlich ist so ein Alltag mit 2 Kindern auch echt anstrengend und zerrt an so manchen Nerven. Alles muss ganz genau bis zu letzten Sekunde durchgeplant sein. Doch das ist garnicht so einfach, versucht mal einem 5 Jährigem morgens zu erklären, dass es jetzt nicht sein Bild fertig malen kann und es sich anzuziehen hat, weil der Kindergarten wartet und Mama pünktlich zum Termin erscheinen muss. Falls B morgens nichts malen möchte und ausnahmsweise angezogen in der Tür steht, dann meldet sich klein P mit einer vollen Windel, obwohl man das Baby doch gerade erst frisch gemacht hat. Eins habe ich gelernt in 5 Jahren Mamasein, man sollte sich immer ein paar extra Minuten einplanen für solche „Notfälle“. Ach, und wisst ihr eigentlich, dass man ein Kind, mit einem falsch geschnittenem Brot den kompletten Tag verderben kann? „Es muss doch aussehen wie ein Dach, Mamaaa!!!“. Ok, wird gemacht, Chef!

Als ich mit B schwanger war, haben mein Mann und ich uns immer die schönen Momente mit einem Baby vorgestellt. Wir haben uns ausgemalt, wie schön es doch sein muss, Nachts sein Baby im Arm zu halten und in den Schlaf zu schaukeln.Macht das mal 3 Monate am Stück!! Die Realität sieht am Ende anders aus. Wir waren müde, müde vom schaukeln, müde vom Babygeschrei und müde vom wach sein. Ich sag euch, es hört auf! Früher als gedacht, dann schläft das Baby das erste mal länger als 2 oder 3 Stunden durch und am nächsten Morgen ist man voller Energie. Man konnte ja auch 5 Stunden am Stück schlafen anstatt alle 2 Stunden das Flächen zu geben. Das ist die Schattenseite am Muttersein, doch diese schwere Zeit geht vorbei und eine neue Phase beginnt.

Wenn man die ersten 3 Monate überstanden hat, wird vieles einfacher und man beginnt das Leben als Mama endlich zu genießen und mit anderen Augen zu sehen. Als B mir das erste, bewusste Lächeln schenkte, war die anstrengende Zeit vergessen. Es ist pure Liebe! Liebe, die bedingungsloser nicht sein kann. Das sind genau die Momente die mich wissen lassen, dass es perfekt ist so wie es ist. Ich danke meinen Kindern, dass sie mir jeden Tag zeigen was wirklich wichtig ist. Manchmal würde ich die Welt gerne durch Kinderaugen sehen, es scheint als ob die Zwerge einfach das ganze Negative ausblenden und nur die schönen Sachen sehen. Beneidenswert!

Es gibt gute und schlechte Momente im Alltag einer Mama. Oft plagt mich auch die Frage ob ich für meine Kinder eine gute Mutter bin. Gebe ich meinen Kindern genug von dem was sie brauchen? Liebe, Aufmerksamkeit, Zeit? Was genau macht eigentlich eine gute Mutter aus? Vielleicht habt ihr eine Antwort gefunden, denn ich bin irgendwie noch auf der Suche danach. Ich weiß nur, dass ich jeden Tag aufs Neue, alles gebe um meinen beiden Jungs gerecht zu werden und stecke dafür auch gerne zurück. Mein Tag beginnt ca. um 6.00 Uhr Morgens, manchmal auch um 7.00 Uhr und endet eigentlich damit, dass wir die Jungs ins Bett bringen, aber irgendwie auch nicht. In Gedanken ist man doch immer bei den Kindern, auch wenn sie bereits im Land der Träume sind. Ich glaube ab dem Tag der Geburt, hört man nie wieder auf, an seine Kinder zu denken oder sich zu sorgen. Ab dann hat man eine Aufgabe fürs Leben bekommen, und alles andere wird zweitrangig.

Nach 5 Jahren Muttersein, kann ich sagen, dass ich sehr viel gelernt habe und an dieser riesen Aufgabe gewachsen bin. Es war alles andere als einfach, manchmal wäre ich gerne weggelaufen oder hätte mich gerne weinend ins Bett gekuschelt. Es wird immer mal wieder solche Tage geben, doch ich kann mich glücklich schätzen, dass die guten Tage überwiegen. Mittlerweile sehe ich das Ganze viel entspannter, dann soll halt die Wäsche vor der Waschmaschine warten, sie läuft mir nicht weg. Doch die Zeit mit meinen Jungs rennt, und genau diese wunderbare Zeit kann man nie mehr nachholen. Egal wie stressig es manchmal ist, am ende des Tages stehe ich am Bett meiner Kinder und beobachte sie wie sie schlummern, und da ist es wieder, das Lächeln in meinem Gesicht.

Muttis, was sagt ihr? Habt ihr es auch so erlebt? Freue mich von euren Erfahrungen zu lesen.

– Melissa –

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